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Zweig des Dienens (Seva)

    Selbstloses Dienen (Sanskrit: seva) ist eine spirituelle Disziplin, von der uns Sathya Sai Baba sagt, es sei "das wahre Wesen der Hingabe, der wahre Atem eines Jüngers des Herrn, seine eigentliche Natur."

    Seva ist ein Tun, das nicht auf Ergebnisse fixiert, sondern darauf ausgerichtet ist, alles, was aus unserem Bemühen entsteht, in Gottes Hände zu legen. Dies fordert von uns die Bereitschaft, jederzeit unsere Vorstellungen – selbst diejenigen, "Gutes zu tun" – loszulassen und stattdessen das Bewusstsein zu ent-wickeln, dass Er der innere Beweger in allem ist.

 

Gottesgeschenk

"Wenn du einem hungrigen Kind Nahrung gibst oder einem frierenden Bruder auf der Straße eine Decke, so legst du nur ein Gottes-geschenk in die Hände eines anderen Gottes-geschenkes. Du gibst das von Gott erhaltene Geschenk in das Gefäß des göttlichen Prinzips zurück. Es ist Gott, der dient."

 „Es ist Gott, der dient“
"Hände, die helfen, sind heiliger
als Lippen, die beten."


Gottes Wille

    Selbstloses Dienen überschreitet das Engagement im herkömmlichen sozialen Dienst für andere Menschen. Die Quantität des Tuns oder die Veränderung der Lebensumstände der Menschen, denen der Dienst gilt, sind nicht das eigentliche Ziel der Bemühungen. Ziel ist die eigene Transformation. Seva ist also eine innere Haltung, die darauf ausgerichtet ist, letztlich in all unserem Tun Gottes Willen, der nicht immer unmittelbar erfasst werden kann, durch den Menschen geschehen zu lassen. Diese Haltung kann sich nur dadurch entwickeln, dass wir frei werden vom Zwang, die eigenen Vorstellungen verwirklichen zu wollen und stattdessen unsere ganze Aufmerksamkeit auf die ständige innere Verbindung mit Gott richten.


Motivation

    "Glaube nicht, du könntest durch Seva die Welt verändern oder neu gestalten. Ob du das kannst oder nicht, hat keine Bedeutung. Der wahre Wert von Seva, seine sichtbare Auswirkung, ist deine eigene Veränderung und Neugestaltung."

    Entscheidend für den spirituellen Wert einer Handlung ist immer das Motiv. Sai Baba sagt: "Verpflichte dich selbst zu selbstlosem Dienst, wenn du dein Herz rein halten willst. Gott fragt nicht danach, wann und wo ihr geholfen habt, nur nach den Motiven und dem Grund, der euch dazu bewogen hat." So ist Seva auch ein Schlüssel zur Überwindung der "Ich"- und "Mein"-Haltungen im Leben. Seva schenkt uns das Bewusstsein der Einheit, der Verbundenheit in Gott.

    Sai Baba sagt aber auch, dass wir zuerst in er eigenen Familie dienen sollen. Erst wenn wir ort unsere Pflichten in Liebe erfüllt haben, können wir den nächsten Schritt gehen und der Gemeinschaft dienen.

"Wir sollten der Gesellschaft
die erforderliche Dankbarkeit
erweisen. Aus diesem Grund
ist in der Sathya Sai Organisation
der selbstlose Dienst die
wichtigste Aktivität."

    Im Westen mit seiner materiellen Überversorgung liegt die Not der Menschen stärker in seelischer Vereinsamung und im Mangel an Sinnempfinden im Dasein. Auch ist das Verantwortungsgefühl für die Gesellschaft als Ganzes aufgrund vieler individualistischer Bestrebungen weniger stark ausgeprägt.


Gruppenseva

  

 


     Die Mitglieder der einzelnen Gruppen und  Zentren entwickeln Seva-Projekte, mit denensie hilfsbedürftigen Menschen das geben, was staatliche Hilfe oft nicht vorsieht: Anerkennung, Liebe, Verständnis, Zeit und Zuwendung.

    Diese Dienste am Nächsten werden zumeist in Gruppen geleistet, denn: "Was ein Einzelner nicht erreichen kann, schafft eine gut zusammen arbeitende Gruppe."

        Besuche bei alten, kranken, einsamen Menschen
        Besuche in Psychiatrien, Altenheimen, Hospizen
         Besuche in Strafvollzugsanstalten
        Versorgung von Obdachlosen mit Essen
        Betreuung von Ausländerkindern u.ä.

    Die Zusammenarbeit aller erhöht nicht nur die Wirksamkeit des Handelns, sondern vermittelt allen daran Beteiligten auch die spirituelle Erkenntnis der Zusammen-gehörigkeit und gemeinsamen Verantwortung gegenüber allem Leben auf unserer Erde. 

"Unser Leben verkörpert das Kollektiv, nicht die Einsamkeit.
Unser Leben sollte kollektiv, voller Einheitsgeist,
nicht individuell sein.
Aber wir nutzen dieses Leben in einer engen Weise.
Unser Denken ist engstirnig, nicht weitherzig.
Unsere Liebe ist eingeengt und klein. Das ist Tod.
Ausweitung von Liebe ist Leben, das sollen wir erreichen.
Ihr solltet nicht ständig in engen Gefühlen von Ich und Mein gefangen sein.
Alle sind eins. Lasst uns gemeinsam leben,
lasst uns gemeinsam lernen und das Gelernte entfalten.
Lasst uns glücklich in Einheit zusammen leben,
ohne irgendwelche Unterschiede."
                                                                                         (14.04.1997)

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